Einer Reise um die Welt ins Unbekannte. Viele nennen sie mutig, diese Entscheidung zu Fahren und alles hinter sich zu lassen. Das mag stimmen, aber ich habe keine Wahl. Der Wunsch, die Sehnsucht ist so deutlich, dass es keine Frage gibt.
Die Vorbereitungen haben im Moment mehr mit dem Auflösen meiner jetzigen Existenz mit Wohnung, Arbeit, Beziehungen und Ideen zu tun. Ich fahre um mich zu öffnen, neue, andere Erfahrungen zu machen, jenseits meiner deutschen, meiner europäischen Vorstellungen. Welch ein Luxus, auch die Überlegungen, welche Impfung und was nehme ich mit.
Gestern im Radio eine Sendung über die Haddsch, die Pilgerreise nach Mekka gehört. Da gibt es einige Parallelen. Meine Reise(n) führen mich zunächst in ein „heiliges“ Land, ist eine besondere Zeit (ich nenne sie Break), erfordert besondere Vorbereitungen. Und wie die Pilger werde ich alles so Organisieren, als ob ich eventuell nicht wieder komme. Wie sie erwarte ich eine „Wiedergeburt“. Entpuppt sich die Raupe ? Häute ich mich ?
Damit wird das Einfache schon wieder überfrachtet, eng gemacht. Denn eigentlich ist da Freude über die Weite und Freiheit und gleichzeitig Trauer und Schmerz um das, dass ich zurücklasse und liebe. Auf einiges verzichte ich natürlich gern…