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Assisi

Assisi. Assisi ? Was meinst n ? Wo liegt n das ? Diese und ähnliche Fragen höre ich öfter, wenn ich von meinem letzten Ausflug berichte. Die Stadt liegt übrigens in Italien, genauer in Umbrien in der Nähe von Perugia, gleich südlich der Toskana und ca 200 km nördlich von Rom. Ach ja, Franz von Assisi jaaaa, genau, wer war das nochmal ? O.K. ich bin nicht katholisch und meine Sozialisation fand u. a. an einer protestantischen Schule statt. Was zur Folge hatte, daß die meisten meiner MitschülerInnen mehr oder minder als Atheisten die Hochschulreife erreichten. Aber auch unter Katholen und Kunst- und Kulturfreunden scheint dieser Ort so ein bischen am Rande des Blickwinkels zu liegen, jedenfalls hier in Deutschland.

Vor Ort sieht es denn ganz anders aus, viele Pilger- und Touristengruppen, auch viele deutsche. Viele, die schon mal da waren kommen übrigens gerne wieder, ich nun zum 4ten oder 5ten mal. Seit dem Erdbeben 1997 wird die Altstadt auf dem Hügel immer mehr zum Museum, immer weniger Menschen leben dort dauerhaft. Für ältere ist es auch trotz Minibus der durch ein paar Gassen fährt sehr beschwerlich dort zu leben, man sollte schon gut zu Fuß sein. An Wochenenden ist meist die "Hölle" los, aber hier stört es mich merkwürdigerweise weniger als sonst. Und unter der Woche ist es ganz erträglich, die Stoßzeit kündigt sich auch erst gegen 10.00 Uhr an. Außerdem kann man zu kleinen Ruheplätzen wie San Damiano außerhalb oder gar die Einsiedelei ne gute Stunde zu Fuß außerhalb ausweichen. Sie liegt weiter oben auf den Subasio , einem Berg, der ein bischen was vom Arunachal hat (siehe Einträge hier oder link links außen). Der gute Franz wie auch die Hl Klara waren übrigens ausgewiesene Liebhaber der Stille. Bei vielen oder einigen der Mönche, die hier leben bin ich mir nicht so sicher, aber viele Nonnen scheinen dem "Geheimnis der Stille" hier sehr nahe zu sein. Wobei es allgemein für mich als außenstehenden eine heitere Stimmung gibt, als an sonstigen katholischen Andachts- und Wallfahrtsstätten. Hier scheinen wirklich alle Religionen und Kulturen willkommen zu sein, ein Ort des Friedens.

Am zweiten Tag erlebe ich einen weltlichen Friedensmarsch auf Assisi mit großer Abschlußkundgebung zu der auch viele Standarten italienischer Provinzen zu sehen sind, getragen von lokalen (Gemeinde)Vertretern. Recht oft sind es auch PolizistInnen der jeweiligen Regionalpolizei in ihren schnicken Uniformen. Man stelle sich vor, bei uns würde ein Gemeindevertreter offiziell auf einem Friedensdemo marschieren, eine rare Ausnahme.

Der kleine Franzose (Franesco) hat ja mit seinem "Bettelorden" auch die Kirche wesentlich verändert und dem Papst sogar eine kostenlose Sündenvergebung aus dem Kreuz geleiert. Ohne weitere Ablasszahlungen werden dem guten Katholiken hier ALLE seine Sünden vergeben, wenn er hier beichtet, das Abendmahl nimmt und ein Gebet für den Papst spricht. Letzeres war wahrscheinlich damals der Deal. Gesegnet kann sich aber jeder fühlen, der hier einmal war.

Ich habe im vollen Oktober, am 3.10. ist Todestag von Franz von Assisi ein Zimmer in einem Bendiktinerinnenkloster ergattert, Zapfenstreich ist um 11 abends und ich habe eine wunderbare Dachterrasse mit Blick ins Tal, die ich ausführlich zum Schauen, Sitzen, Üben und Lesen nutze. Außerdem gibt es einen hübschen leicht verwunschenen Klostergarten ebenfals mit Aussicht. Kirchen gibt es hier viele, z. B. diese (wo aus dem Galgenhügel der Pardaieshügel wurde) diese oder meine liebste Kapelle . Und die meisten haben eine Athmosphäre, wie ich sie mir für alle Kirchen wünsche, aber oft nicht (mehr) finde. Und all dem äußeren Pomp oder auch Kargheit wird etwas Wesentliches deutlich und sie sind wirkliche Plätze der Andacht der Stille, der begegnung mit etwas höherem. Das miteinander von Gottesdiensten, Pilgerströmen und Touristengruppen hat etwas selbstverständliches, was ich so auch noch nicht wiedergefunden habe, auch nicht in Italien. Einer meiner Lieblinksplätze ist übrigens ein weltlicher, der Brunnen auf dem Gemeindeplatz , besonders am Abend...

Unter allen ist hier die Radikalität der Hingabe von Franz von Assisi deutlich. Die kennen vielleicht einige von Euch:

Sonnengesang

Friedensgebet
(welches ihm nur fälschlich zugeordnet wird)

Soweit eine Einführung in mein Assisi... Mitlerweile bin ich wieder in Berlin. Fortsetzung folgt, möglicherweise auch in diesem Blog.

3.11.07 07:41
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tobias K. / Website (16.12.07 20:20)
Bitte nicht enttäuscht sein, aber das Friedensgebet ist NICHT von Franziskus.


/ Website (16.12.07 21:04)
Danke für den Hinweis

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