Naja, keine Gefahren (Fährnisse), eher kleine Ärgernisse.
Auf dem Reiseweg ist mal wieder Zeit für soziokulturelle Studien. Es gibt sie noch, die dummdreist bornierten Blondchen (Ich darf das, bin selber blond, nicht selbst) am Check in Schalter. Details erspar ich Euch, nur soviel, statt sich zu entschuldigen meinte Sie zum Schluß, beim nächsten Mal solle ich Ihr doch Bescheid sagen (etwas zu bemerken, wofür SIE bezahlt wird)....
Nun denn, in Rom dauerts alles ein bissel länger,vor allen Dingen mit dem Gepäck, was gar nichts macht, weil der Zug auch später losfährt. Leider fehlt mir denn doch die Zeit beim Umsteigen nach Assisi eine Fahrkarte zu lösen. Böse, böse, weil darauf 50 Euro (Schwarzfahrer) Zuschlag stehen, erfahre ich als ich einen Kontrolletti mitteile, daß ich noch kein Ticket habe. Da der Zug grad hält, muss ich flugs entscheiden, entweder laut fluchend den Zug verlassen und 2,5 Stunden warten oder länger grummelnd 50 Euro mehr zu zahlen. Ich entscheide mich unter den entsetzten Blicken der Mitreisenden für erste Variante.
Trotz "Hochsaison" (bestes Wetter, Todestag vom hl. Fransiskus und Friedensmarsch) finde ich zwar nicht im Lieblingskloster, dafür aber bei den Benedikinerinnen eine schmucke Klosterzelle mit naher Dachterasse, Rundblick & Klostergarten.
Es gibt doch einige Ähnlichkeiten zwischen Indien und Italien. Beide Länder zeichnen sich durch ein gewisses, zum Teil durchaus charmantes Chaos nebst dazugehörigen Improvisationstalenten der Einwohner aus. Die Ureinwohner lieben die Künste, insbesondere Gesang und Tanz, trällern gern mal selbst in der Pizzeria oder beim Straßenkehren, sind mächtig Stolz auf kulturelle, kulinarische und sonstige Errungenschaften durchaus nicht unbegründet, aber zuweilen doch ETWAS übertrieben.
Schönheit und (weibliche) Anmut gibts in beiden Ländern wirklich *schmacht im Übermaß, schicke Klamotten und Farben auch, nicht zu vergessen, dass die Herren der Schöpfung hier mehr als da zuweilen sehr nachstellend sein können.
Die Taxiwalahs in Italien stehen Ihren indischen Kollegen auch in wenig nach, was maßlose Forderungen an Touristen angeht. Besonders zu "unchristlichen" Zeiten, also vor dem ortsüblichen Aufstehen, dann wann man sie am meisten braucht, weil noch kein Bus fährt.