Die Freunde des indischen Reiseabschnittes sind nun wohl alle wieder an Ihren Plaetzen oder weiter auf Achse. Das "Schicksal" eines Reisenden, die Freunde sind meist weit weg.
Dafuer treffe ich hier oben immer mehr Bekannte von meinen Reisen durch Indien. Man trifft sich im monsunfreien Ladakh. Einer meiner liebsten ist der mit einer Enfield (englisch-indisches Motorrad) reisende freakige indienerfahrene slowenische Herausgeber und Journalist mit seiner katzenhaften japanischen Freundin. Seine Lieblingsphrase ist "funkin armee" und gleichzeitig spricht er einen IMMER mit einem aeuserst weichem "my friend" an.
Von einem bierselligen Englaender, den ich das 4te mal Treffe erfahre ich, dass es in Kaschmir zwar abenteuerlich aber nicht wirklich lustig ist. Er kommt grad von einer 27stuendigen Tour incl. diverser Stunden "Pausen" weil das Militaer auch westliche Touristen gern mal ein paar Stunden festhaelt. Ueberhaupt hat er des oefteren in Gewehrlaeufe der indischen Armee schauen duerfen. Und da in einer Stadt ein Soldat irgend einen Bloedsinn mit einer einheimischen Frau gemacht hat, war da richtig Aufruhr. Nun ist er aber gluecklich im ruhigen Ladakh.
In meinem Lieblingsinternetcafe werde ich abends zu einer Maennerrunde mit fragwuerdigem Kaschmirirum eingeladen. Ausnahmsweise sage ich zu allem JA und erfahre einiges ueber das Leben hier. Die Idee hier in 3 Monaten "alles Geld" machen zu muessen, die kleinen und grossen Probleme, welche gern mal hochprozentig ersaeuft werden, den Stolz der Bergbevoelkerung, etc. Warum auch immer haben sie doch eine Achtung vor Herrn Hitler und da wirds fuer mich denn doch arg schwierig die richtigen Worte zu finden.
On the road again
Selbst die kleinen Fahrten mit (Mini)Bus, Touri- oder Publicbus oder LKW lassen mein Herz huepfen, die Reisen sind noch nicht zu Ende. Auch das Trampen mit LKWs geht hier gut, sie wollen nicht mal Rupien. Nur Taxi und Jeep sind nicht meine Favoriten. eher teuer und nicht wirklich bequem bei diesen Strassen. Der aufmerksamen LeserIn duefte nicht entgangen sein, dass dieser Reiseaschnitt sich dem Ende naehert. So bewege ich mich morgen um 5 in der Fruehe slowly slowly in Richtung monsunschwueler Ebene. Leh verabschiedet sich mit praechtigem Sonnenschein, sodass ich heute nochmal mit Flipflops durch die Gegend hopse und ich auf eine sternenklare Nacht freue. 3 Paar habe ich schon verschlissen incl. des guten brasilianischen Paars. Paar Nr 4 sind indische fuer 60cent und die halten sich ganz gut.