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Die Bilderlinks in der Leiste links funktionieren NICHT.
Euch allen eine frohe Weihnachtszeit, ruhige Tage zwischen den Jahren
und einen wunderbaren Start ins neue Jahr
Smilie by GreenSmilies.com
22.12.07 22:23


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Assisi

Assisi. Assisi ? Was meinst n ? Wo liegt n das ? Diese und ähnliche Fragen höre ich öfter, wenn ich von meinem letzten Ausflug berichte. Die Stadt liegt übrigens in Italien, genauer in Umbrien in der Nähe von Perugia, gleich südlich der Toskana und ca 200 km nördlich von Rom. Ach ja, Franz von Assisi jaaaa, genau, wer war das nochmal ? O.K. ich bin nicht katholisch und meine Sozialisation fand u. a. an einer protestantischen Schule statt. Was zur Folge hatte, daß die meisten meiner MitschülerInnen mehr oder minder als Atheisten die Hochschulreife erreichten. Aber auch unter Katholen und Kunst- und Kulturfreunden scheint dieser Ort so ein bischen am Rande des Blickwinkels zu liegen, jedenfalls hier in Deutschland.

Vor Ort sieht es denn ganz anders aus, viele Pilger- und Touristengruppen, auch viele deutsche. Viele, die schon mal da waren kommen übrigens gerne wieder, ich nun zum 4ten oder 5ten mal. Seit dem Erdbeben 1997 wird die Altstadt auf dem Hügel immer mehr zum Museum, immer weniger Menschen leben dort dauerhaft. Für ältere ist es auch trotz Minibus der durch ein paar Gassen fährt sehr beschwerlich dort zu leben, man sollte schon gut zu Fuß sein. An Wochenenden ist meist die "Hölle" los, aber hier stört es mich merkwürdigerweise weniger als sonst. Und unter der Woche ist es ganz erträglich, die Stoßzeit kündigt sich auch erst gegen 10.00 Uhr an. Außerdem kann man zu kleinen Ruheplätzen wie San Damiano außerhalb oder gar die Einsiedelei ne gute Stunde zu Fuß außerhalb ausweichen. Sie liegt weiter oben auf den Subasio , einem Berg, der ein bischen was vom Arunachal hat (siehe Einträge hier oder link links außen). Der gute Franz wie auch die Hl Klara waren übrigens ausgewiesene Liebhaber der Stille. Bei vielen oder einigen der Mönche, die hier leben bin ich mir nicht so sicher, aber viele Nonnen scheinen dem "Geheimnis der Stille" hier sehr nahe zu sein. Wobei es allgemein für mich als außenstehenden eine heitere Stimmung gibt, als an sonstigen katholischen Andachts- und Wallfahrtsstätten. Hier scheinen wirklich alle Religionen und Kulturen willkommen zu sein, ein Ort des Friedens.

Am zweiten Tag erlebe ich einen weltlichen Friedensmarsch auf Assisi mit großer Abschlußkundgebung zu der auch viele Standarten italienischer Provinzen zu sehen sind, getragen von lokalen (Gemeinde)Vertretern. Recht oft sind es auch PolizistInnen der jeweiligen Regionalpolizei in ihren schnicken Uniformen. Man stelle sich vor, bei uns würde ein Gemeindevertreter offiziell auf einem Friedensdemo marschieren, eine rare Ausnahme.

Der kleine Franzose (Franesco) hat ja mit seinem "Bettelorden" auch die Kirche wesentlich verändert und dem Papst sogar eine kostenlose Sündenvergebung aus dem Kreuz geleiert. Ohne weitere Ablasszahlungen werden dem guten Katholiken hier ALLE seine Sünden vergeben, wenn er hier beichtet, das Abendmahl nimmt und ein Gebet für den Papst spricht. Letzeres war wahrscheinlich damals der Deal. Gesegnet kann sich aber jeder fühlen, der hier einmal war.

Ich habe im vollen Oktober, am 3.10. ist Todestag von Franz von Assisi ein Zimmer in einem Bendiktinerinnenkloster ergattert, Zapfenstreich ist um 11 abends und ich habe eine wunderbare Dachterrasse mit Blick ins Tal, die ich ausführlich zum Schauen, Sitzen, Üben und Lesen nutze. Außerdem gibt es einen hübschen leicht verwunschenen Klostergarten ebenfals mit Aussicht. Kirchen gibt es hier viele, z. B. diese (wo aus dem Galgenhügel der Pardaieshügel wurde) diese oder meine liebste Kapelle . Und die meisten haben eine Athmosphäre, wie ich sie mir für alle Kirchen wünsche, aber oft nicht (mehr) finde. Und all dem äußeren Pomp oder auch Kargheit wird etwas Wesentliches deutlich und sie sind wirkliche Plätze der Andacht der Stille, der begegnung mit etwas höherem. Das miteinander von Gottesdiensten, Pilgerströmen und Touristengruppen hat etwas selbstverständliches, was ich so auch noch nicht wiedergefunden habe, auch nicht in Italien. Einer meiner Lieblinksplätze ist übrigens ein weltlicher, der Brunnen auf dem Gemeindeplatz , besonders am Abend...

Unter allen ist hier die Radikalität der Hingabe von Franz von Assisi deutlich. Die kennen vielleicht einige von Euch:

Sonnengesang

Friedensgebet
(welches ihm nur fälschlich zugeordnet wird)

Soweit eine Einführung in mein Assisi... Mitlerweile bin ich wieder in Berlin. Fortsetzung folgt, möglicherweise auch in diesem Blog.

3.11.07 07:41


Reisefährnisse; Italien / Indien

Naja, keine Gefahren (Fährnisse), eher kleine Ärgernisse.

Auf dem Reiseweg ist mal wieder Zeit für soziokulturelle Studien. Es gibt sie noch, die dummdreist bornierten Blondchen (Ich darf das, bin selber blond, nicht selbst) am Check in Schalter. Details erspar ich Euch, nur soviel, statt sich zu entschuldigen meinte Sie zum Schluß, beim nächsten Mal solle ich Ihr doch Bescheid sagen (etwas zu bemerken, wofür SIE bezahlt wird)....

Nun denn, in Rom dauerts alles ein bissel länger,vor allen Dingen mit dem Gepäck, was gar nichts macht, weil der Zug auch später losfährt. Leider fehlt mir denn doch die Zeit beim Umsteigen nach Assisi eine Fahrkarte zu lösen. Böse, böse, weil darauf 50 Euro (Schwarzfahrer) Zuschlag stehen, erfahre ich als ich einen Kontrolletti mitteile, daß ich noch kein Ticket habe. Da der Zug grad hält, muss ich flugs entscheiden, entweder laut fluchend den Zug verlassen und 2,5 Stunden warten oder länger grummelnd 50 Euro mehr zu zahlen. Ich entscheide mich unter den entsetzten Blicken der Mitreisenden für erste Variante.

Trotz "Hochsaison" (bestes Wetter, Todestag vom hl. Fransiskus und Friedensmarsch) finde ich zwar nicht im Lieblingskloster, dafür aber bei den Benedikinerinnen eine schmucke Klosterzelle mit naher Dachterasse, Rundblick & Klostergarten.

Es gibt doch einige Ähnlichkeiten zwischen Indien und Italien. Beide Länder zeichnen sich durch ein gewisses, zum Teil durchaus charmantes Chaos nebst dazugehörigen Improvisationstalenten der Einwohner aus. Die Ureinwohner lieben die Künste, insbesondere Gesang und Tanz, trällern gern mal selbst in der Pizzeria oder beim Straßenkehren, sind mächtig Stolz auf kulturelle, kulinarische und sonstige Errungenschaften durchaus nicht unbegründet, aber zuweilen doch ETWAS übertrieben.

Schönheit und (weibliche) Anmut gibts in beiden Ländern wirklich *schmacht im Übermaß, schicke Klamotten und Farben auch, nicht zu vergessen, dass die Herren der Schöpfung hier mehr als da zuweilen sehr nachstellend sein können.

Die Taxiwalahs in Italien stehen Ihren indischen Kollegen auch in wenig nach, was maßlose Forderungen an Touristen angeht. Besonders zu "unchristlichen" Zeiten, also vor dem ortsüblichen Aufstehen, dann wann man sie am meisten braucht, weil noch kein Bus fährt.

19.10.07 17:02


Assisi Pause Retreat

Das ist jetzt die Pause ( Assisi ) von der Pause (gestrandet zum Familycare in Berlin) von der Pause ("Halbzeitpause" incl. Welterkundung) vom "geregelten Arbeitsleben". Dies also ein weiteres Pausenzeichen. Wo soll das noch hinführen...zurück...in die Zukunft...zum Ursprung...zum Leben.

 

Auf jeden Fall bewegte Pausen, die ihr Eigenleben entwickeln.

4.10.07 11:33


Delhi, Danke & Deutschland

Delhi ist schwül unf heiß. Überraschenderweise sogar sonnig. Am Nachmittag setzt der etwas kühlende Monsunregen ein. Dat is n anderer Snakk als son norddeutscher Landregn nä'!

Aber ich muss eh nur 10 meter zu meinem Lieblingscafe, wo es sich ausnehmend gut mit Briten plauschen läßt. Denn kommt auch noch der Cop (Polizist) von nebenan vorbei und schreibt am Tresen eine Zahl auf einen Zettel. Frau Wirtin streicht sie durch und schreibt eine Neue und so weiter. Begleitet vom hüblichen Handelsgebabbel. Ich muß mir das Grinsen verkneifen, als der Ordnunghüter meine neugierige Anteilnahme bemerkt. Schließlich verläßt er das Cafe mit 500 Rupien. Wofür eigentlich.....?

Ich bin ziemlich fertig, sodaß der Tagesausflug nach Agra (Tai Mahal) ausfällt. Vielleicht nächstes Mal :-). Klima, Menschen und Lärm nerven etwas. Der abendliche Spaziergang durch enge Basargassen fällt aber versöhnlich und wehmütig aus. Bin von Privat-,Handels- und Gewebeleben fasziniert wie am ersten Tag in Bombay.


In Deutschland fehlt mir erstmal akustischer und taktiler Input. Alles so leise hier, auch in den Städten, die Menschen, die Autos, kein Hupen, wenig Hundegebell...Alles Authisten oder was ? Manchmal buffe ich sogar unschuldige Passanten an. Quatsche wildfremde Menschen einfach an oder mische mich in laufende Konversationen ein. In Berlin fällt das zum Glück nicht sooo auf und sie lassen mich frei rumlaufen. Nur der erhöhte europäische Mentalstress ist sofort spürbar. Ich schaue noch mit indischen Augen: Die Frauen sind hier ja fast alle halbnackt "angezogen", ein bischen merkwürdig. Und mal ehrlich, einige würden im Sari wirklich besser aussehen.....

Nach zwei Wochen muss ich im Auto immernoch kurz entscheiden ob ich besser links oder rechts fahre....Bin wie auf der Durchreise und kann gelegentlich Berlin neu entdecken. Ansonsten bin ich hier einige Zeit familiär gebunden. Wann und wie die äussere Reise weitergeht steht noch nicht fest, auch ob und wie ich die Euch wieder teilhaben lasse.

Einfach email hinterlassen oder die Abofunktion hier nutzen. Alle Bilder sind jetzt online und Links über die Linkleiste anzuklicken. Ein Video aus Rischikesch hat sich auch noch angefunden.

Nach 61 Einträgen und bisher 4675 Klicks von 2532 Besuchern sag ich erstmal Tschüß. Ich hoff et hat wat Spass gemacht den Blog zu lesen. Kommentare, Vorschläge etc. könnt Ihr gern noch loswerden. Wird für mich vielleicht eine Entscheidungshilfe sein...

Einstweilen bin ich auch Telefonisch zu erreichen, siehe Eintrag vom 14.7.07. Dir / Euch eine gute Zeit. Carpe diem :-) You never know...

31.7.07 10:11


Shantaram und Video

In der Zwischenzeit sind alle meine kleinen Videos online. Besondere Empfehlung der Swinging busride mit meinem Lieblingsschaffner in der Hauptrolle. Zu den anderen Videos "Craniowala" anklicken oder hier. Ich liebe ja mitlerweile youtube und über related (verwandte) Videos finden sich immer interessante z. B. zu Ladakh, wie der hier. Viel Freude dabei.

Für die Englischlesenden unter Euch meine dringende Empfehlung zum Weiterlesen: Shantaram. Eine wahre Geschichte eines Australiers, der aus dem Gefängnis flüchtet und in Indien, letzlich in den Slums versteckt hält. Auf witzige Art lernt Mensch viel über Indien, ausserdem hat das Buch immerwieder berührende Tiefen, wie der erste Absatz schon erahnen läßt:

Ich brauchte eine lange Zeit und den groessten Teil der Welt, um zu lernen was ich ueber Liebe und Schicksal und die Entscheidungen, die wir treffen weiss. Aber den Kern (engl. Herz) dessen kam in einem Augenblick, angekettet an einer Wand, waehrend ich gefoltert wurde. Ich realisierte, irgendwie, durch das Schreien in meinem Kopf, in dieser gefesselten, blutigen Hilflosigkeit; Ich war frei ! Frei den Mann, der mich folterte zu hassen oder ihm zu vergeben. Ich weiss, dass klingt nicht nach viel. aber im schmerzhaften Zucken und Ziehen der Ketten, wenn das alles ist, was Du hast, ist diese Freiheit ein Universum an Moeglichkeiten. Und die Wahl die Du triffst zwischen Hassen und Vergeben, kann die Geschichte Deines Lebens werden.

(Übersetzungs- und Rechtschreibfehler sind meine)

 

 

23.7.07 11:44


Über Manali nach Delhi

Die Rueckfahrt nach Manali fueht mich noch mal gegen o Grad temperaturmaessig mit klarem Sternenhimmel zum Uebernachten. Auf einer Hochebene darf ich sogar ein "deluxe" Zelt mit angehaengter Kloschuessel beziehen. Das Beziehen war wieder typisch indisch, da einige aus dem Bus nix gebucht hatten, der Rest nicht klar, welche Kathegorie und eine praktizierende Juedin wollte nicht mit mir ins Zelt. Naja, das klaert sich denn auch alles indisch mit Abwarten, deutlich sagen was man will und freundlich mit dem Kopf wackeln. Also besser vorher alles klaeren ! Aber dann hat man auch nicht diese kleinen netten Spielchen nicht...

Ohne Schlafsack war dann schlafen in fast voller Klamotte angesagt und ich weiss jetzt einen Grund mehr, warums hier soviele Israelis hat. Das eigentliche Indien Israels - der Sinai - ist Ihnen grad etwas zu gefaehrlich.

Von der Hoehe geht es durch Wolken und wolkenbruchartigem Regen wieder ueber den Rotang. Rotang...., Ja richtig, der Pass vor Manali wo die Inder Schnee gucken. Doch der war jezt fast ganz weggeschmolzen. Als neue Urlauberattraktion gabs diesmal den Pass mit dem Pferd zu ueberqueren, gern im quietschrotem Wintermantel.

Unten scheint ploeztlich wieder die Sonne und ich quartiere mich in Old Manli ein, auf der anderen Seite des Tals von Vashist. Hier hat es ca 85% Israelis, es ist etwas voller, doch weiter oben gibt es beschauliche Bauernhaeuser und die nahen Wanderwege sind etwas gruener als auf der anderen Seite. Ausserdem hat Old Manli den Vorteil, dass es hier noch einen lebendigen reissenden Gebirgsbach hat. Wieder gibt es hier diverse Einladungen zum halblegalen Rauschmittelkonsum...

Weiter Richtung Delhi entscheide ich mich fuer den "Tages" Lokalbus (von 11.30 - ca 4.00 morgens). Zuerst werde ich mal wieder mit malerischen Taelern belohnt. Doch dann wirds etwas haarig, auf dieser letzten Busfahrt sehe ich mehr Unfaelle, als auf dem Rest der Reise, naemlich 6. 3x Absturz von LKW, jeweils an eigentlich harmlosen Stellen...was hat die bloss geritten ?! Alkohol, Uebermuedung ? Und 3 Frontalzusammenstoesse. Die Bergungsarbeiten verzoegern entsprechend die Fahrzeit.

Im Bus sitzen meist Jungs neben mir, die mir schlaefrig auf die Pelle ruecken. Ruedes wegdreucken hilft gar nicht, so bitte ich jeweils hoeflich um Platztausch. Dann duerfen sie mit der Busaussenseite kuscheln und ich hab ein wenig Platz in meiner Haut.


Die Rickshawalas am Busbahnhof wollen mal wieder den 1ofachen Preis, was mir die Gelegenheit gibt mal richtig aus der Haut zu fahren und mich an den verdutzten Gesichtern zu erfreuen um dann einen Normalpreisler heranzuwinken.
20.7.07 15:52


Hoch Andreas kommt

Waehrend ich mich hier noch in sattgruener alpiner Umgebung aufhalt, uebe ich mich schon mal in yogischen Faehigkeiten und sorge bei Euch fuer gutes Wetter.

Spass beiseite, mein Flug nach Europa geht in gut 40 Stunden und die mentale Vorhut schaut schon staunend nach good old Germany. Neben einer laengeren Busfahrt gibt es noch diverse wundervolle oder nervige Moeglichkeiten diese Zeit hier zu verbringen. Soll heissen, die letzten Eintraege kommen neben den Bildern und Videos aus Deutschland. Gebt mir etwas Zeit, nur ein bischen, so 15 - 20 Minuten, vielleicht ein Tag...aber sie kommen. Ggf. einfach die Abofunktion auf der linken Leiste nutzen. Allerdings faellt die manchmal auch aus.

Fuer s erste ist nur die ein oder andere Woche Hamburg und Berlin geplant. Solange ich in Europa bin, kannst Du mich aber mobil unter

0179/7995826 

erreichen. Fuer ein Treffen, Behandlung oder einen Plausch, ruf einfach an. Zeit sollte sich finden.

 

14.7.07 07:05


Freunde und Bekannte

Die Freunde des indischen Reiseabschnittes sind nun wohl alle wieder an Ihren Plaetzen oder weiter auf Achse. Das "Schicksal" eines Reisenden, die Freunde sind meist weit weg.

Dafuer treffe ich hier oben immer mehr Bekannte von meinen Reisen durch Indien. Man trifft sich im monsunfreien Ladakh. Einer meiner liebsten ist der mit einer Enfield (englisch-indisches Motorrad) reisende freakige indienerfahrene slowenische Herausgeber und Journalist mit seiner katzenhaften japanischen Freundin. Seine Lieblingsphrase ist "funkin armee" und gleichzeitig spricht er einen IMMER mit einem aeuserst weichem "my friend" an.

Von einem bierselligen Englaender, den ich das 4te mal Treffe erfahre ich, dass es in Kaschmir zwar abenteuerlich aber nicht wirklich lustig ist. Er kommt grad von einer 27stuendigen Tour incl. diverser Stunden "Pausen" weil das Militaer auch westliche Touristen gern mal ein paar Stunden festhaelt. Ueberhaupt hat er des oefteren in Gewehrlaeufe der indischen Armee schauen duerfen. Und da in einer Stadt ein Soldat irgend einen Bloedsinn mit einer einheimischen Frau gemacht hat, war da richtig Aufruhr. Nun ist er aber gluecklich im ruhigen Ladakh.

In meinem Lieblingsinternetcafe werde ich abends zu einer Maennerrunde mit fragwuerdigem Kaschmirirum eingeladen. Ausnahmsweise sage ich zu allem JA und erfahre einiges ueber das Leben hier. Die Idee hier in 3 Monaten "alles Geld" machen zu muessen, die kleinen und grossen Probleme, welche gern mal hochprozentig ersaeuft werden, den Stolz der Bergbevoelkerung, etc. Warum auch immer haben sie doch eine Achtung vor Herrn Hitler und da wirds fuer mich denn doch arg schwierig die richtigen Worte zu finden.

On the road again

Selbst die kleinen Fahrten mit (Mini)Bus, Touri- oder Publicbus oder LKW lassen mein Herz huepfen, die Reisen sind noch nicht zu Ende. Auch das Trampen mit LKWs geht hier gut, sie wollen nicht mal Rupien. Nur Taxi und Jeep sind nicht meine Favoriten. eher teuer und nicht wirklich bequem bei diesen Strassen. Der aufmerksamen LeserIn duefte nicht entgangen sein, dass dieser Reiseaschnitt sich dem Ende naehert. So bewege ich mich morgen um 5 in der Fruehe slowly slowly in Richtung monsunschwueler Ebene. Leh verabschiedet sich mit praechtigem Sonnenschein, sodass ich heute nochmal mit Flipflops durch die Gegend hopse und ich auf eine sternenklare Nacht freue. 3 Paar habe ich schon verschlissen incl. des guten brasilianischen Paars. Paar Nr 4 sind indische fuer 60cent und die halten sich ganz gut.

11.7.07 16:22


Kloester und Seen

In der eher kargen Landschaft hier oben gibt es immer wieder greune (bewirtschaftete) Taeler, besonders schoen anzuschauen von den rot-weiss und eventuell orangenfarbenen buddhistische Kloestern , von denen es hier seit Jahrhunderten einige gibt. Sie liegen meist auf Huegeln oder an Berghaengen und selbst heute sind die Entstandsetzungsarbeiten muehsam anzuschauen.

Wir haben einige besucht und das Besichtigen der kunstvoll gestalteten Bauten und Kapellen, insbesondere der (Buddha)Statuen und Gemaelden ist auch nicht ohne. Interessant ist aber die sehr unterschiedliche Atmosphaere in den Kloestern, selbst wenn es der gleiche Orden bzw. Sekte des tibetischen Buddhismus handelt. Das geht vom "finsteren" Mittelalter bis zu ja....am besten tat mir das Kloster in Likkir. Ungewoehnlich fuer Ladakh mit einer etwa 20m grossen Buddhastatur im Freien und trotzdem eher wenig besucht.


Besonders fuer Liebhaber der "Stille" zu empfehlen. Sehr lebendig eigentlich, doch selbst der Unterricht der Moenche war hier stiller, heiterer und ruhiger als sonst. Beim Besichtigen der Kapellen musten wir ein wenig zur Selbsthilfe greifen und ein nicht richtig verschlossenes Schloss oeffen. Zum zweiten nach dem wir eine 1/4 stunde neben einer offenen Chipstuete auf den Schluesselgewalt habenen Moench warteten, fiel uns das Schlusselbund an der Tuer auf...Der erste Schluessel passte gleich, somit konnten wir an diesem stillen Nachmittag alle 3 "Kapellen" mit Avalokiteshvara (Goettin des Mitgefuehls) besuchen. Diverse Taradarstellungen waren natuerlich auch zu finden. Mehr dazu.

Einige Seen gibt es auch und ich besuche den Pangong Lake, der zu 2/3 in China (tibet) liegt. Von hier kann man nach Tibet gucken besser auf dessen Berge. Ruhe, Licht und Farben sind mal wieder umwerfend, incl. Nachthimmel. Tag und Nacht aendert sich das Farb- und Schattenspiel alle paar Minuten. Ich bade sogar kurz (45 sekunden) im kalten Salzsee. Das Blau und die Klarheit bleiben in Erinnerung.

Leider liegt er etwas hoch und wir muessen ueber den 3. hoechsten Pass der Welt (ca 5300 M) und die Strassen sind zum Teil doch sehr Fahrzeug und koeperunfreundlich (mehr Durchschuetteln war nie) so dass die Haelfte unserer deutsch-hollaendischen Reisegruppe leider an (Hoehen)Krankheit leidet und die Rueckfahrt eher einem Krankentransport aehnelt. Ein Fahrer, zwei Kranke und zwei Betreuer.

Nach den vielen "kleinen' Ausfluegen fehlt leider die Zeit fuer eine "echte" Trekkingtour.

 

10.7.07 18:58


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